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Leben?!

Einfach treiben lassen.

 

Mit dem Strom schwimmen.

 

Ja und Amen sagen.

 

Nicht denken.

 

Einfach tun.

 

Mitmachen.

 

Mitlachen.

 

Funktionieren.

 

Wie eine Maschine.

 

Wie ein Roboter.

 

Künstlich.

 

Nicht auffallen.

 

Verstecken.

 

Hinter einer Maske.

 

Verkleiden.

 

Alle gleich.

 

Alles gleich.

 

Gleichgültig.

 

Uninteressant.

 

Unwichtig.

 

Wichtig ist der Schein.

 

Scheinbar glücklich.

 

Zufrieden.

 

Innerer Frieden.

 

Bedeutungslos.

 

Deuten.

 

Darstellen.

 

Eine Rolle spielen.

 

Aus der Rolle tanzen.

 

Undenkbar.

 

Unmöglich.

 

27.4.11 21:09, kommentieren

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Nass

Manchmal bist du sanft.

 

Anmutig.

 

Wunderschön.

 

Produktiv.

 

 

Manchmal bist du stark.

 

Überwältigend.

 

Zerstörerisch.

 

Destruktiv.

 

 

Manchmal bist du süß.

 

Eine Quelle des Lebens.

 

Vitalisierend.

 

Kräftigend.

 

 

Manchmal bist du salzig

 

Eine Quelle der Trauer.

 

Ermüdend.

 

Kräftezehrend.

 

 

Manchmal bist du blau.

 

Schwarz.

 

Rot.

 

Tot.

 

 

Manchmal bist du der Ozean.

 

Ein Meer.

 

Ein Wasserfall.

 

Ein Fluss.

 

 

Manchmal bestehst du aus Atomen.

 

Wasserstoff.

 

Sauerstoff.

 

Wasserstoff.

 

 

Manchmal bestehst du aus Gefühlen.

 

Trauer.

 

Schmerz.

 

Einsamkeit.

 

1 Kommentar 27.4.11 20:48, kommentieren

Sinnvoll?!

Wieder ein Tag, an dem ich stundenlang in der Uni gehockt habe und dennoch nicht das Gefühl habe, etwas Sinnvolles getan zu haben. Es erscheint mir momentan viel sinnvoller die Sonne zu genießen. Draußen im Park mit den besten Freunden einfach nichts tun und sich über Gott und die Welt unterhalten. Vielleicht auch gar nichts sagen. Einfach von den Menschen umgeben, die man liebt und dennoch ganz für sich sein.

Etwas für sich und sein Wohlbefinden tun, erscheint mir so viel sinnvoller als in der Uni zu hocken und Theorien o.Ä. zu pauken. Warum nicht für das jetzt und hier leben? Warum immer an die Zukunft denken und dafür arbeiten. Ist der Sinn des Lebens nicht ZU LEBEN?!?! Morgen könnte man schließlich nicht mehr sein... Wo lag dann der Sinn im Arbeiten und Theorieen-Lernen?

1 Kommentar 27.4.11 20:41, kommentieren

endlich frei!

Es war schon wieder eskaliert. Ihre Mutter war mal wieder betrunken. Sie schrie um sich und warf mit den leeren Flaschen nach Jessi. Eine traf Jessi am Kopf. Das war zu viel. Sie lief in Annas Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu. Zornig riss sie Annas und ihre Klamotten aus dem Schrank und stopfte sie in die schwarze Reisetasche. Der Kloß in ihrem Hals wuchs mit jeder Minute an und drohte sie zu erwürgen. Nicht darüber nachdenken, befahl sie sich. Sie hatte ihre Entscheidung getroffen, jetzt nur nicht mehr darüber nachdenken.
„Was machst du da?“ Jessi zuckte regelrecht zusammen, als sie die fassungslose Stimme ihrer Mutter hörte, die plötzlich in der Tür stand. Irgendwie fühlte sie sich ertappt und war wütend darüber.
„Wonach sieht es denn aus?“, gab sie zurück und verstaute die letzte Jeans in der Tasche, bevor sie sich diese über die Schulter warf und sich an ihrer Mutter vorbeizudrücken versuchte. Diese hielt sie jedoch am Arm fest.
„Wo willst du hin?“, fragte sie scharf. Ihre Augen glitzerten, sie konnte sich nur mit Mühe beherrschen, nicht laut zu werden. Eine Frage der Zeit, das wusste Jessi. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie beide wieder die Kontrolle über sich verloren und sich anbrüllten und beleidigten und versuchten, sich darin gegenseitig zu überbieten.
„Lass meinen Arm los, bitte“, presste sie zwischen den Zähnen hervor und wand sich aus ihrem Griff. Ihre Mutter trat einen Schritt in ihr Zimmer hinein und schob sie vor sich her.
„Wo willst du hin, Jessi? Was soll die Tasche?“, grollte sie, ließ jedoch ihren Arm los und wirkte eher verwirrt als wütend. Jessi wich ihrem Blick aus und schüttelte stattdessen den Kopf.  „Ich muss hier raus. Wir müssen hier raus! Du kannst es mir nicht verbieten! Du gehst ständig auf Sauftour! Soll ich dich morgen wieder aus dem Krankenhaus abholen? Soll Anna dein Elend mit ansehen müssen? Muss ich mir das weiter antun? Du bist fast nie zu Hause! Entweder du bist unterwegs und betrinkst dich oder bist bei irgendwelchen wildfremden Männern. Wenn du mal zu Hause bist, besäufst du dich auch nur und schreist rum und machst Anna und mich fertig. Ich versuche mein Bestes. Ich gebe mir echt Mühe den Haushalt in Ordnung zu halten, mich um Anna zu kümmern und ich reiß mir den Arsch für dich auf, aber ich kann nicht mehr. Ich sehe mir das nicht länger mit an. Wenn du so weiter machst endest wirklich noch als Alkoholikerin unter der Brücke...“  „Wieder einmal übertreibst du maßlos! Worüber regst du dich eigentlich so auf? Ja es stimmt ich bin häufig unterwegs, aber habe ich nicht das Recht dazu? Muss ich nur, weil ich zwei Töchter habe, jeden Abend zu Hause verbringen? Bei euren Vätern würde niemand etwas dagegen sagen, oder? Sie sind ja die hart arbeitenden Männer. Sie dürfen sich ständig betrinken und mit so vielen Frauen schlafen wie sie wollen. Aber wehe ich nehme mir das Recht mein Leben zu genießen, dann bin ich gleich eine schreckliche Mutter. Ja, ich trinke Alkohol, viel sogar, aber ich habe es doch völlig unter Kontrolle. Und ja ich schlafe mit vielen Männern. Was ist so schlimm daran, wenn ich meinen Spaß habe? Wieso wollt ihr mir das ständig verderben?“, Jessis Mutter redete sich richtig in Rage.
„Du hast doch aber nichts anderes im Kopf, als dein Leben zu genießen. Wenn du mal so viel Energie für deine Kinder aufbringen würdest, wie für dein Wohlbefinden, wäre uns schon ein gutes Stück geholfen.“, brachte Jessi unter zusammengekniffenen Zähnen hervor. „Klar, jetzt kommt die Leier wieder. Es kotzt mich an, ständig macht ihr alles schlecht kritisiert mich. Eure Väter sind die Besten und ich bin immer die Blöde!“
„Bist du ja auch,“ gab Jessi giftig zurück. „Und hör endlich auf, unsere Väter da mit reinzubringen. Die haben mit unserer Situation hier überhaupt nichts zu tun. Du machst doch nichts für uns. Du bist nie da. Wir gehen dir am Arsch vorbei! Wer macht den Haushalt? Ich. Wer kümmert sich um Anna? Ich. Wer kümmert sich um dich, wenn du mal wieder betrunken bist? Ich. Wer deckt dich vor den Nachbarn und den Behörden, wenn du mal wieder nächtelang nicht zu Hause warst? Ich. Und was machst du? Wer beschimpft und schlägt Anna und mich ständig? Du. Wer weiß nicht, dass Anna vielleicht sitzen bleiben wird, weil sie sich nicht mehr konzentrieren kann? Du. Wer weiß nicht, dass sich Anna den Arm gebrochen hatte? Du. Wer weiß nicht, dass ich irgendwie Geld beschaffen muss, um Anna und mir etwas zum Mittag machen zu können? Du. Brauchst du noch mehr? Ich kann stundenlang so weiter machen. Du willst nicht die Blöde sein? Gut, dann verhalte dich nicht wie eine. Du willst, dass wir dich respektieren und nicht mehr kritisieren? Dann fang an uns zu respektieren. Fang an Verantwortung für deine Kinder zu übernehmen und lass dir endlich helfen. Ich habe dir oft genug gesagt, dass du dir helfen lassen musst. Ich wünschte, du hättest dir meine Bitten mal zu Herzen genommen. Nur das eine Mal. Aber du hörst mir ja gar nicht zu. Du hast lieber deinen Spaß und verhältst dich wie eine egoistische Schlampe!“ Jessi provozierte sie. Denn endlich war der Knoten geplatzt. Es ist besser als sie es sich vorgestellt hatte. Wesentlich besser sogar.
„Ich bin also eine Schlampe und kümmere mich nicht um euch? Verdammt, dann zieht doch aus. Dann bin ich euch endlich los. Verpisst euch. Ich hab euch eh nie gewollt. Ihr macht mir das Leben zur Hölle. Ohne euch bin ich besser dran!“ Jessis Mutter gestikulierte wild, während sie sprach. Jedoch wurde ihre Stimme immer zittriger.
Mittlerweile hatte Jessi sich an ihrer Mutter vorbei in den Flur gedrückt. Sie spürte wieder die Wut in sich aufsteigen, die sie anfangs dazu gebracht hatte, zornig zurückzuschreien und sie oft dazu brachte anschließend zu weinen, wenn sie allein in ihrem Zimmer saß. Sie weinte häufig vor Zorn und weil ihre Mutter sie einfach nicht verstand und sie so verletzte. Irgendwann dann war sie dagegen abgestumpft, aber jetzt war der Zorn, die Enttäuschung, die Wut und die Verzweiflung wieder mit voller Wucht auf sie eingeprasselt.
„Gut, ich ziehe zu meinem Vater und werde mit Tom klären, dass er Anna bei sich aufnehmen muss“, sagte sie an ihre Mutter gewandt und wunderte sich selbst darüber, wie ruhig sie klang.  „Du ziehst... was?“ Ihre Mutter starrte sie an, als sehe sie Jessi zum ersten Mal. Sie spürte regelrecht, wie es in ihr arbeitete und wusste, dass sich die Überraschung in Fassungslosigkeit und dann in Wut verwandeln würde – doch da war sie bereits ins Badezimmer geeilt um die Kulturbeutel für sich und Anna zu holen. „Bleib hier!“, rief ihre Mutter ihr hinterher.
Im Wohnzimmer saß Anna. Blass sah sie aus, kaute an ihren Fingern herum, wie sie es immer tat, wenn ihr unwohl war. Bestimmt ahnte sie bereits, dass gerade etwas Wichtiges, Entscheidendes vor sich ging, aber sie ahnte bestimmt nicht was das alles für sie bedeuten würde und konnte es bestimmt auch nicht recht verstehen. Jessi sah nur kurz zu ihr hinüber, versuchte zu lächeln, wusste in diesem Moment aber nicht was dieses gequälte Lächeln bei Anna oder bei ihr selbst bewirken sollte. Sie wusste nicht, wie sie sich fühlte. Ein heilloses Durcheinander herrschte in ihrem Kopf. So hatte sie sich das nicht vorgestellt. Sie hatte es sich überhaupt nicht vorgestellt. Es war völlig absurd was sie hier tat. Aber es war das Richtige, das Notwendige, dass wusste sie. „Du ziehst jetzt zu deinem Vater!“, donnerte ihre Mutter, die inzwischen ins Wohnzimmer getorkelt war, Anna entgegen. Anna sah verwirrt zu ihr hinauf und lief dann zu Jessi ins Badezimmer.
„Was willst du machen? Ich soll zu Papa ziehen?“ Ihre Stimme zitterte.
„Ja, da hast du schon richtig gehört“, sagte Jessi sanft, während sie in den Flur begab, sich ihre Schuhe anzog und Anna zu verstehen gab sich auch anzuziehen.
„Du willst als wirklich ausziehen? Wie soll ich denn zurechtkommen? Mit welchem Geld?“ Jessis Mutter klang panisch. „Das ist deine Sache, du willst uns doch sowieso nicht mehr hier haben. Du willst uns nicht und wir wollen nicht nur deine Goldesel sein. Zerbrich dir nicht den Kopf, während du darüber nachdenkst, wie du an Geld kommst. Du kannst doch einfach dein Hobby zum Beruf machen. Verlange einfach von jedem Kerl mit dem du ins Bett hüpfst Geld. Du wirst sehen, dass wird sich mehr rentieren, als uns zwei bei dir wohnen zu haben und unser Kindergeld zu kassieren. Bei deinem Männerverschleiß könntest du echt gut dabei wegkommen.“ Der Sarkasmus und die Verachtung waren nicht zu überhören. Jessi hoffte nur, dass Anna noch zu jung war, um alles verstehen zu können.
„Das stimmt doch gar nicht – was redest du für einen Quatsch? Ich wollte euch nicht nur bei mir haben, damit ich von eurem Kindergeld leben kann. So etwas habe ich nie gesagt, natürlich will ich euch hier haben, weil ich euch liebe!“ Die Stimme von Jessis Mutter überschlug sich immer häufiger und sie klang immer verzweifelter.
„Das klang vorhin aber noch ganz anders. Lass uns einfach in Ruhe, okay? Mein Entschluss steht fest. Ich gehe und ich nehme Anna mit.“ Jessi merkte, wie sie die Kontrolle über ihre Stimme verlor. So ein Mist war das alles! Sie durfte jetzt nur nicht schwach werden. Nicht einknicken sondern endlich mal Rückrad beweisen. Stark sein. Sie musste es tun für sich und vor allem für Anna.
„Du brauchst nicht glauben, dass du noch einmal einen Fuß in meine Wohnung setzen kannst, wenn du jetzt gehst!“, rief ihre Mutter aufgebracht. Mittlerweile standen Jessi und Anna nebeneinander im kleinen Flur und starrten sie an.  „Du meinst es also ernst. Du willst mich hier alleine zurück lassen? Nach allem was ich für euch getan habe. Du machst dich einfach aus dem Staub und lässt mich mit meinen Problemen allein? Wir beide wissen, dass ich ernsthafte Probleme habe, Jessi, aber zusammen können wir das schaffen. Haben wir nicht schon so viel zusammen durchgemacht? Wir waren doch immer ein super Team. Willst du das jetzt aufgeben? Willst du mich aufgeben. Deine eigene Mutter?“ Es war ein letzter verzweifelter Versuch ihrer Mutter, Jessi zurückzuhalten.
„Ja, Mama, es stimmt wir haben schon eine Menge zusammen durchgestanden. Aber ich kann nicht mehr. Ich will auch nicht mehr und schon gar nicht will ich, dass Anna dich so mitbekommt, wie ich dich erlebt habe. Es tut mir weh dich so zu sehen und du tust mir weh, wenn du mich so scheiße behandelst. Ich weiß, dass du Probleme hast. Ich habe dir oft genug gesagt, dass du Hilfe brauchst. Aber ich kann nicht mehr. Es ist nicht zu spät für dich, dir Hilfe zu holen, aber das musst du jetzt alleine tun. Ich kann nicht länger für dich da sein. Du musst versuchen, dass zu verstehen. Und wenn du dir helfen lässt und du wieder gesund bist, dann können Anna und ich auch wieder zu dir ziehen. Aber im Moment geht das nicht.“ Jessi musste mit den Tränen kämpfen, aber sie war stark genug. Sie hatte die richtigen Worte gefunden. Worte die Jessi auch so meinte und fühlte, wie sie es sagte. Aber diese Worte schmerzten auch sehr.  Bevor sie es sich doch noch anders überlegte, öffnete Jessi die Haustür. Draußen standen die Fahrräder der zwei Schwestern.

Kurz drehte sie sich noch einmal zu ihrer Mutter um. Ihrer Mutter standen die Tränen in den Augen, sie sagte jedoch kein Wort. Trotzdem sprach ihr Blick Bände: Tu das nicht. Jessis Augen brannten plötzlich wie Feuer und sie sah Tränen über Annas Gesicht laufen, als sie sie aus der Wohnung hinaus auf die Straße zog. „Komm, Anna. Wir müssen los.“ Vorsichtig schob Jessi Anna zu ihrem Fahrrad. Jessi stieg schnell auf ihr Fahrrad, mit einem zentnerschweren Gewicht auf der Brust, sodass sie glaubte, sie würde ersticken.
Während der ersten hundert Meter, die sie zurücklegte, zweifelte sie an ihrer Entscheidung. Sie wollte erst umkehren und zurückfahren. Besonders als sie sah wie heftig Anna schluchzte.
Doch schon nach zehn Minuten war sie froh, es durchgezogen zu haben. Natürlich tat es weh. Sie liebte ihre Mutter, aber Jessi machte nicht nur sich selbst kaputt indem sie ständig versuchte alles zusammen zu halten. Auch Anna war nicht glücklich, denn so sehr Jessi auch versuchte alles von Anna fern zu halten, was sie belasten würde, gelang es ihr nicht.  Anna war nicht mehr so klein, wie Jessi es sich manchmal wünschte und bekam viel mehr von dem ganzen Stress mit, als gut für sie war. Aber nun waren sie frei…

1 Kommentar 25.4.11 14:47, kommentieren

Liebesspiel

Ich darf es nicht zulassen.

Du darfst mich nicht anfassen.

Ziehe mich erneut zurück.

Erneut versuchst du dein Glück.

Ich kann dir nicht widerstehen.

Du willst nich so viel weiter gehen.

Deine Hände sind überall.

In dein Haar, meine Finger ich krall.

Kann mich nicht mehr zurückhalten

Und lasse deinen Willen walten.

Auch ich will und will auch nicht.

Hälst mich nah an deinem Gesicht.

Wie soll ich dich zurückweisen,

wenn all meine Sinne um dich kreisen?

Das hier ist viel zu gefährlich,

mein Vernunft also wehrt sich!

Ich reiße mich von dir los,

denn die Gefahr ist viel zu groß.

Deine Hand hält mich fest,

Weiß, dass du mich nicht mehr gehen lässt.

Endlich deine Lippen meine küssen

Und ich will dich nie mehr missen müssen.

Mein Körper vor Verlangen brennt

Verlangt Berührungen die er kennt.

Er kennt sie gut und mag sie sehr.

Ich setze mich nicht mehr zur Wehr.

Ich will es lassen jetzt geschehen.

Möchte mich an dir vergehen.

Will dich tief in mir spüren,

Will dich überall berühren.

Deine Hände meinen Körper entdecken

Und in mir die Leidenschaft wecken.

Du liebkost mich mit sanften Bissen

und drückst mich tiefer in die Kissen.

Auch meine Hände dich erkunden

Objekt der Begierde ist schnell gefunden.

Er ist prächtig und er ist groß

Will ihn spüren in meinem Schoß.

Unsere Körper werden eins.

Du bist mein und ich bin deins.

So schön und doch auch schaurig,

macht mich das hier traurig.

Denn du bist bereits vergeben

Führst mit ihr ein anderes Leben.

Ich will dich wirklich gehen lassen

Will versuchen dich zu hassen.

Es ist ein vergeblicher Versuch

Meine Liebe zu dir ist wie ein Fluch.

Ich liebe dich viel zu sehr.

Du begehrst mich nur, aber nicht mehr.

Ich lass dich mit mir spielen,

Mit mir und meinen Gefühlen.

Meine Liebe ist groß, mein Widerstand zu klein

Ich will doch nur mit dir zusammen sein!!!

1 Kommentar 25.4.11 14:18, kommentieren

Empfinungen für dich

Wenn du

jetzt hier so sitzen würdest,

meine Gefühle fühlen würdest,

meine Tränen weinen würdest,

deine Kälte spüren würdest,

dich sehen würdest,

deine Schläge und Tritte erdulden würdest,

von dir gedemütigt werden würdest,

von dir ausgenutzt werden würdest,

Was würdest du dann für dich empfinden?

 

Wenn ich

hier sitze und über dich nachdenke,

die Wüt und Traurigkeit fühle,

die vielen Tränen deinetwegen weine,

deine Kälte spüre,

deine Schreie und Anschuldigungen höre,

deine Schläge und Tritte erdulde,

von dir gedemütigt werde,

von dir ausgenutzt werde,

 

dann empfinde ich Hass für dich,

doch auch Liebe, weil du meine Mutter bist.

Dann empfinde ich Mitleid für dich,

weil du nicht lieben kannst,

doch auch Verachtung,

weil du es an denen auslässt,

die dich lieben!

2 Kommentare 25.4.11 13:29, kommentieren

Zu Besuch

Es klingelt

Ich gehe zur Tür

Durch den Spion seh' ich sie

Ich warte

Will sie nicht reinlassen

Sie klingelt wieder

Sie klingelt Sturm

Unbedingt will sie rein

Sie will mir helfen

Aber ich will das nicht

Sie klingelt wieder und wieder

Langsam werde ich panisch

Ich weiß, dass ich ihr aufmachen werde

Obwohl ich es doch gar nicht will

Alles in mir sträubt sich dagegen

Ich weiß aber,

dass ich sie nicht aufhalten kann.

Wenn ich die Tür auch nur einen Spalt öffne...

Sie wird mich beiseite stoßen

Ich werde gegen sie verlieren!

Aber ich kann stark sein

Ich werde stark sein

ich werde die Tür öffnen

Ich bin bereit mich ihr entgegen zu stellen

Ich werde ihr nur sagen,

dass sie mich nicht mehr besuchen soll.

Ich nehme die Klinke in die Hand

denn sie klingelt schon wieder.

Einmal tief Luft holen

Die Tür ist geöffnet - einen Spalt

Sie steht vor mir und blickt mich an

Ich erwidere ihren Blick

Genauso aufracht und stark

"Bitte geh! Ich will dich nicht mehr seh'n!"

Meine Stimme ist etwas zittrig

Versuche dennoch sicher zu klingen.

Sie guckt mich weiter an

Mit unveränderter Mine

Sie geht einen Schritt auf mich zu

Ich bleibe stehen

Aber mein Blick wird schwächer

"Geh bitte! Ich kann das nicht mehr.

Du machst mich kaputt!"

Jetzt klinge ich verzweifelt

Sie geht aber nicht weg

Sie geht noch zwei Schritte auf mich zu

Unsere Geichter nur Millimeter voneinander entfernt

ich weiche etwas zurück

Mache mich viel zu klein

Sie weiß es

Sie hat ein siegessicheres Lächeln auf ihren Lippen

Sie hat gewonnen

Sie drängt mich beiseite

Sie stößt die Tür auf

Sie kommt rein

Ich habe verloren

Ich bin verloren

Sie fühlt sich ganz wie zuhause

Und irgendwie ist sie das auch

Fast täglich kommt sie zu Besuch

Ich bin ihr Zuhause

Sie ist mein Verderben

Sie ist mein Untergang

Ihr erster Besuch ist lange her

Aber seit dem ist sie da

Viel zu häufig

Mein Fluch

Meine Essstörung.

25.4.11 13:18, kommentieren